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VdK – Ortsverband Höchen-Frankenholz - Sozialverband am oberen Höcherberg

 

Nach der Fusion im Jahre 2016 gehen die beiden ehemaligen VdK-Ortsverbände Höchen und Frankenholz gemeinsam in die Zukunft. Entstanden ist am oberen Höcherberg ein rd. 200 Mitglieder starker neuer VdK-Ortsverband Höchen/Frankenholz. Fast 70 Jahre ging man in enger Nachbarschaft auf getrennten Wegen, obwohl man eigentlich die gleichen Interessen verfolgte und die Inhalte und Ziele der Verbandsarbeit ja fast deckungsgleich waren. Es war nicht „Geschwisterliebe“ die beide Verbände zusammenführte, es lag einfach daran, dass sich in Frankenholz nach dem Rücktritt der alten, keine neue Vorstandschaft mehr fand. Die Wurzeln, das heißt die Gründungsdaten, reichen in das Jahr 1947 zurück, sodass im Jahre 2017 das 70jährige Bestehen gefeiert werden konnte. Als im Mai 1945 der zweite Weltkrieg nach Trommelfeuer und Bombennächten zu Ende war, wurden allein in Deutschland sechs Millionen Gefallene beklagt. Groß war auch die Zahl der Beschädigten und Hinterbliebenen, und ihre Versorgung d.h. die Sicherstellung ihrer Lebensgrundlagen war ein wichtiges Anliegen in dieser schweren Zeit. Was lag näher als eine Vereinigung der Kriegsopfer zu errichten, um mit dem nötigen Nachdruck eine Verbesserung der Lage zu erreichen. Im Saarland, damals unter französischer Besatzung, wurde am 12. Januar 1947 dann auf Landesebene die Organisation der Kriegsopfer zum VdKdS, der damalige Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen des Saarlandes gegründet, später wurde daraus der VKS. Als damals Max Johann mit dem Aufbau der Kreisgruppe Homburg (April 1947) beauftragt wurde, stellten sich ihm und dem ebenfalls aus Bexbach stammenden Herbert Didion doch manche Schwierigkeiten in den Weg. In zäher Kleinarbeit wurde eine Ortsgruppe nach der anderen gegründet, so auch am Höcherberg.

Am 3.Juli 1947 kam es im Gasthaus Hirsch zur Gründungsversammlung der VdK-Ortsgruppe Frankenholz. Die Gründungsversammlung in Höchen erfolgte am 1.Oktober 1947 im Gasthaus Robert Rech. Schon nach kurzer Zeit hatten die neuen Organisationen eine stattliche Anzahl Mitglieder, das Versorgungsrecht war so kompliziert, dass sich das einzelne Mitglied ohne geschulte Funktionäre und deren Mithilfe in rechtlichen Fragen nicht zurechtfinden konnte. Es waren mühevolle aber doch erfolgreiche Jahre, denn es konnten viele Anträge, Widersprüche und Klagen für die Beschädigten des Krieges und für die Kriegshinerbliebenen bearbeitet und durchgefochten werden. Wesentlich leichter wurde es für die Ortsgruppen, als der Kreisverband dann mit eigener Geschäftsstelle und einem Geschäftsführer zahlreiche Aufgaben übernahm und auch vor Ort in den Versammlungen über das Sozialrecht und seine entsprechenden Änderungen informierte und Hilfestellung leistete. Dabei muss man immer wieder auf das Engagement von Max Johann und Herbert Didion hinweisen. Für die Frankenholzer ging im Jahre 1962 mit der Einweihung des von ihm lange geforderten Ehrenmales für die Gefallenen der Weltkriege ein besonderer Wunsch in Erfüllung.

Auch auf dem geselligen Sektor waren die VdK-Ortsverbände am Höcherberg aktiv, sogar in den Nachkriegsjahren mit Theaterabenden ja selbst mit Tanzveranstaltungen, wobei der Reinerlös wieder für soziale Zwecke benutzt wurde. Zur Pflege der Kameradschaft wurden auch gesellige Abende und Ausflüge durchgeführt, sie stehen auch heute noch neben Weihnachtsfeiern, Ausflügen wie auch Kaffeekränzchen und Monatstreffen auf dem Programm.
Der VKS war zu Anfang ein Verband für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene. Mit dem Anschluss an den VdK Deutschland im Jahre 1959 wurde daraus der Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer und Sozialrentner. Die bisherigen Ortsgruppen wurden „Ortsverbände“. Als in den 1979er Jahren das Problem der Behinderten akut wurde, wurde die Bezeichnung "Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner" verwendet. Da im Laufe der Jahre weitere sozialpolitische Umstrukturierungen auftraten, wurde auch der Aufgabenbereich des VdK wesentlich erweitert und so wurde es der Sozialverband VdK Deutschland. Der VdK ist mit 1,75 Millionen Mitgliedern bundesweit Deutschlands größter Sozialverband. Der VdK-Sozialverband Saarland ist darin mit rund 42.000 Mitgliedern vertreten. Der Verband ist unabhängig, aber nicht unpolitisch. Deshalb setzt er sich für Menschen mit Behinderungen, chronisch kranke, ältere und sozial benachteiligte Menschen auch aktiv ein. Finanziert wird der Verband ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Heute steht der VdK als moderner Sozialverband allen Menschen offen.

In all den Jahren waren Männer und auch Frauen in der Vorstandschaft mit Engagement bei der Sache, um dem Wohle der Ortsverbände zu dienen. Stellvertretend für alle sollten die Vorsitzenden besonders herausgestellt werden.

Höchen
Alwin Schuck (1947 – 1950) - August Müller (1950 – 1951) - Robert Hutterer (1951 – 1954) - Heinz Scholten (1955 – 1956) - Berthold Schwarz II. (1956 – 1958) – Josef Müller (1959 – 1962) – Benedikt Müller (1962 – 1988) - Helmut Lapre (1988 – 1995) Herbert Boßlet (1995 - 2015) Otto Wagner (2015 / jetzt Vorsitzender des Ortsverbandes Höchen-Frankenholz

Frankenholz
Werner Liebal und Bernhard Zorn (1947 prov. Führung) Arnold Gaffga (1949 – 1954) – Edmund Müller, Walter Porger und Willi Leger (1954 – 1960) - Walter Porger (1961 – 1990) Gertrud Marx (1990 – 1995) - Konrad Omlor (1995 – 2011) Patrick Schulz (2011 - 2015)

Bericht von Manfred Barth

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